Passgenaue personzentrierte Planung von Maßnahmen
Auf Basis der ICF können Informationen aus fachlichen Befunden und Gesprächsprotokollen strukturiert und übersichtlich gesammelt werden. Dadurch ist eine Grundlage für eine treffgenaue
Maßnahmenplanung geschaffen, die auf die individuelle Bedarfssituation zugeschnitten ist. Die Planung von Interventionen wird nachvollziehbar dargestellt und gut kommunizierbar.
|
|
Weitergabe von relevanten Informationen
Es steht eine Basis für die Informationsweitergabe zur Verfügung, z.B. wenn TeamkollegInnen vertreten werden oder neu einsteigen. Ebenso können an Schnittstellen und Übergangssituationen, beispielsweise beim Wechsel von der Schule ins Berufsleben, Informationen, die für eine gute Fortführung der Betreuung wesentlich sind und auf dem Einverständnis der Betroffenen basieren, weitergegeben werden. |
Unmittelbare Anbindung der fachlichen Hilfe an den Lebensalltag der Betroffenen
Beratungsinhalte und in Therapiesituationen trainierte Aktivitäten können gut in den Alltag transferiert werden, da auf die Rahmenbedingungen und Gegebenheiten in der Lebenswelt der
betroffenen Menschen fokussiert wurde und diese bei der Erstellung von Therapie- und Förderplänen explizit mitgedacht worden sind. Ebenso trägt die Reflexion im Kontext der
interdisziplinären Planungsgespräche dazu bei, dass Inhalte besser in den Lebensalltag „mitgenommen“ werden können. Dies erweist sich insofern als bedeutsam, als fehlende Beteiligungsmöglichkeiten negativ auf die gesamte gesundheitliche Situation rückwirken können. |
|
Gemeinsame Begriffe für die interdisziplinäre Kommunikation
Gemeinsame Bezugsbegriffe erleichtern die Kommunikation zwischen den im Sozial- und Gesundheitsbereich tätigen Berufsgruppen. In interdisziplinären Zielvereinbarungsgesprächen werden zentrale Fragen in Bezug auf die Ausweitung der Teilhabemöglichkeiten thematisiert und nach Lösungen gesucht. Auf diese Weise wird ein gemeinsames Grundverständnis der Lebenssituation der Betroffenen entwickelt. „Besonderheiten“ im Verhalten der Menschen mit Beeinträchtigung werden so für Angehörige und Fachpersonen besser erklärbar. Damit können sich Haltungen verändern und Möglichkeiten eröffnen, im Alltag anders mit diesen Verhaltensbesonderheiten umzugehen. |